SoKaBa-Programm

… auf dem Camp

Aufbau: Der Aufbau des Camps beginnt am Dienstag den 16.8. um 10:00 Uhr und wir freuen uns über jede Menge Unterstützung. Also kommt vorbei und baut mit uns, bringt anderen etwas bei oder lernt von anderen, zum Beispiel wie ein Kompostklo gebaut wird.

Programm: Das Programm ist am Entstehen, aber es entsteht vor allem durch euren Beitrag!  Also kommt vorbei und diskutiert oder schlagt Diskussionen vor wenn euch ein Thema interessiert. Ihr könnt uns vorher eine Mail schreiben oder direkt beim Camp 56eure Ideen auf dem Zeitplan eintragen. Dort sammeln wir alle Diskussionen und alle sollen mitmachen.
Wenn du einen Workshop machen willst, weil du zum Beispiel anderen zeigen kannst, wie mensch Strom anzapft, ein Fahrrad selbst repariert oder aufbaut oder wie mensch sich gegen den*die Chef*in zur wehr setzt, dann komm vorbei und mach das! Wenn ihr euch mit euren Nachbar*innen und anderen Menschen im Kiez vernetzen wollt um gemeinsam etwas gegen steigende Mieten und Entmietung zu tun, dann ist hier der richtige Ort dafür.
Es gibt jede Menge Raum für Open-Space-Diskussionen, also Orte wo Menschen zusammen kommen und sich selbst überlegen, worüber sie diskutieren wollen und das dann tun.

TÄGLICH:
  • 12:00 Uhr:  Aufbau, Kennenlern-Brunch (alle bringen was mit)     und kurzes organisatorisches Plenum
  • 19:00 Uhr:  Efa (Essen für Alle) vorher gemeinsam kochen;
  • Danach:  Vollversammlung/Plenum  (Austausch, Organisierung, Bringt eure Themen mit!)

Infostände, Openspace und Raum zum kennenlernen / vernetzen, Kino, Bar und eure Ideen!

 

Montag (15.08.)

Entfällt wegen der Absage durch den Nachbarschaftsgarten e.V..

Dienstag (16.08.)

10:00 Uhr Kennenlern-Brunch (alle bringen was mit!)

10:15 Uhr Auftaktplenum + Aufbau

15:00 Uhr Auftaktveranstaltung danach Aktion im Kiez

17:00 Uhr Vortrag und Diskussion: Verdrängung und Widerstand des Nachbarschaftsgartens

Einige Aktivist*innen des Nachbarschaftsgartens in der Josesphstraße erzählen von der derzeitigen Situation des Gartens, dem Verkauf einer großen Fläche an einen Investor der dort teure Luxus-Eigentumswohnungen bauen wird und ihre Widerstandstrategien. Eine exemplarische Geschichte der Verdrängung von gemeinschaftliche genutztem Raum in Lindenau.

19:00 Uhr Küfa (warmes Essen) mit OrganisationsPlenum

21:00 Uhr Film: „Verdrängung hat viele Gesichter“

Mittwoch (17.08.)

12:00 Uhr Brunch (alle bringen was mit – z.B. Aufstriche und Salat)

15:00 Uhr Vortrag und Diskussion: „Was ist Links?“ (Autodidaktische Initiative)

Links, emanzipatorisch und sozial sind Begriffe die gerne verwendet werden, wenn es darum geht das zu bezeichnen, was den eigenen politischen Anspruch ausmacht. Sozial verweist darauf, dass der Mensch im Mittelpunkt der Politik stehen soll und ein gerechtes Miteinander erwünscht ist. Emanzipatorisch steht klar für den Anspruch einer Befreiung aus vorhandenen Zwängen und unterdrückenden Strukturen. Links lässt sich kaum auf den Punkt bringen. Links ist breit, diffus, umstritten und scheint sich vor allem negativ bestimmen lassen: in Abgrenzung zu dem was man nicht ist oder nicht sein will: konservativ, national, neoliberal, borniert. Obwohl natürlich auch diese Eigenschaften in einer diffusen Linken schon ihren Platz finden konnten.

Open-Space: Autonome Eltern-Kind-Organisierung

Hier soll ein Treffen von linken Eltern mit Kindern stattfinden, um gemeinsam  Betreuung, Unterstützung und Austausch im Alltag mit Kindern zu organisieren.

17:00 Uhr Workshop/ Diskussion: „Libertarian Life and Community Organizing in Barcelona“ (Autodidaktische Initiative)

19:00 Uhr Küfa (warmes Essen) mit OrganisationsPlenum

21:00 Uhr Vortrag: Wie für eine besser Welt für Alle kämpfen? –  Anarchistischer Kommunismus, Ernst Bloch und der Operaismus  (Autodidaktische Initiative)

Eine mögliche Antwort, wie wir heute möglichst konsequent für eine bessere Welt kämpfen können, kommt von der Anarchist Federation UK, deren Broschüre „Introduction to Anarchist Communism“ ich vorstellen möchte. Ergänzen werde ich sie mit einer kämpferischen und einer philosophischen Tradition:

Der Operaismus hilft mit seiner Kapitalismusanalyse als Dialektik sozialer Kämpfe, welche die Frage von Revolution und Reform auflösen kann. Diese steht der Sicht auf den Kapitalismus aus leninistischer aber auch aus wertkritischer/antideutscher Seite gegenüber. Blochs „Militanter Optimismus“ hilft uns die Geschichte und aktuelle soziale Bewegungen als potentiell revolutionäre zu betrachten. Der Vortrag arbeitet mit einer einfachen Sprache und vielen Beispielen.

Danach: Film, Bar…

Donnerstag (18.08)

12:00 Uhr Brunch (alle bringen was mit – z.B. Aufstriche und Salat)

15:00 Uhr Workshop/ Diskussion: Rassistische Verdrängung/Ausgrenzung im Kiez

Ein paar von Rassismus betroffene Aktivist*innen aus dem Viertel treffen sich und wollen sich gemeinsam mit anderen über ihre Erfahrungen austauschen und Gegenstrategien entwickeln. Bringt eure Ideen mit!

Some Activists from the district that are affected by racism will meet and want to exchange their experiences and develop strategies against racist exclusion. Bring your ideas!

17:00 Uhr Diskussion/ Workshop: „Wir bleiben Alle“ – Verdrängung/Entmietung von Hausgemeinschaften

Austausch von Hausgemeinschaften und Mieter*innen aus dem Viertel über ihre Situation der Verdrängung durch Hauseigentümer und ihre Gegenstrategien

19:00 Uhr Küfa (warmes Essen) mit OrganisationsPlenum

Danach: Film, Bar

Freitag (19.08.)

12:00 Uhr Brunch (alle bringen was mit – z.B. Aufstriche und Salat)

15:00 Uhr Workshop/Aktion: „Downgrade the Kiez“ – Widerstandsstrategien gegen Aufwertung und Verdrängung

Es gibt viele Formen von Verdrängung im Viertel. Hier geht es um die von Leuten, die nicht ins saubere, polizeilich überwachte Stadtbild Lindenaus passen. Es geht um die steigenden Kontrollen und Sanktionen durch das Ordnungsamt, um die zunehmende Reinigung der Straßen und Verdrängung von Leuten, die in ihrere Freizeit auf der Straße rumhängen. Wir wollen das Viertel nicht so schick aussehen lassen, wie die Stadt es gerne hätte…

16:00 Uhr Workshop: Wie mit der Presse sprechen? (Bündnis Zwangsräumung verhindern Berlin)

Der Workshop richtet sich an Leute, die keine oder wenig Erfahrung mit Öffentlichkeitsarbeit haben. Vor allem möchten wir uns ausprobieren, Interview-situationen nachstellen und uns gegenseitig dabei aufnehmen um so Erfahrungen für künftige Pressearbeit zu sammeln.

17:00 Uhr Workshop/Diskussion – Organiserung im Kiez in Miet- u. Lohnarbeitskämpfen  (Wilhelmsburg Solidarisch, Hamburg)

Wilhelmsburg Solidarisch ist der Versuch einer kontinuierlichen Organisierung entlang von Alltagskonflikten. Seit 2014 treffen sich im gleichnamigen Hamburger Stadtteil Menschen, die sich gegenseitig bei Problemen mit Behörden, Vermieter*innen und Chef*innen unterstützen und versuchen, ihre Interessen durch Selbstorganisation und direkte Aktionen durchzusetzen.
Wir haben es regelmäßig mit kollektiven, solidarischen Kämpfen gegen noch bestehende Miet- und Lohnarbeitsprobleme zu tun. Wir wollen von unserer Praxis und Organisierung berichten und das Wissen um Handwerkszeug zum Widerstand im eigenen Alltag verbreiten.

19:00 Uhr Küfa (warmes Essen) mit OrganisationsPlenum

Danach: Film, Bar…

Samstag (20.08.)

15:00 Uhr Workshop Ausbeutung im Minijob (AnarchoSyndikalistische Jugend Leipzig)

17:00 Uhr Workshop/ Diskussion: Zwangsräumungen verhindern – Revolution oder Sozialarbeit? (Zwangsräumungen verhindern! Berlin)

Einige aus dem Bündnis Zwangsräumungverhindern aus Berlin werden über ihre Erfahrungen in aktuellen Kämpfen berichten: Welche Ansprüche haben Betroffene an uns?  Warum wir die Geschichten konsequent aus antikapitalistischer Perspektive erzählen?  Welche Aktionsformen wir entwickelt haben? Warum wir immer wieder dazu aufrufen, Zwangsräumungen zu verhindern?  Wie wir uns organisieren und jede* ihren Platz findet?

19:00 Uhr Küfa (warmes Essen) mit OrganisationsPlenum

20:00 Uhr Kollektive Selbstverwaltung in Rojava

Sonntag (21.08)

15:00 Uhr Workshop: Begleitung zu Ämtern und Behörden – Beispiel Jobcenter (Wilhelmsburg Solidarisch – Hamburg, Autonome Erwerbslosen Initiative)

Wir möchten euch zu einem Erfahrungsaustausch rund um das Thema Begleitung zu Ämtern einladen. Zu jedem Amtstermin – ob Jobcenter, Wohngeldstelle oder Ausländerbehörde – kann man eine Person (oder auch mehrere Personen) des Vertrauens mitbringen und ist dann in der Behördensituation nicht auf sich allein gestellt.

Es kann viel davon abhängen, wie die Gespräche mit den Sachbearbeiter_innen auf der anderen Seite des Tisches laufen. Sachbearbeiter_innen haben oft einen ziemlich großen Handlungsspielraum und damit auch eine große Macht. Man denke nur an die vielen Inhalte, die eine Eingliederungsvereinbarung beim Alg II haben kann.

Die Veranstaltung soll eine Gelegenheit bieten, uns über das Thema Begleitung zu unterhalten und gegenseitig weiterzubilden. Wir wollen Erfahrungen austauschen und auch über mögliche Probleme und Ängste sprechen.

17:00 Uhr Plenum/ Assembly/ Discussion: Ausblick/ How do we go on?

19:00 Uhr Küfa (warmes Essen) mit OrganisationsPlenum
Danach: Film, Bar

Montag (22.08.)

Abbau, Austausch und Perspektiven